Projekte

 

Language Learning Futures Lab (2016–2021):

An der Englischdidaktik der JGU wird ein Lehr-Lern-Forschungslabor mit dem Schwerpunkt Einsatz digitaler Medien im Fremdsprachenunterricht eingerichtet. Gemeinsam mit Studierenden, Fachseminaren und Referendaren sowie Partnerschulen werden Konzepte für die mediengestützte Weiterentwicklung des schulischen Fremdsprachenunterrichts konzipiert, getestet und evaluiert. Parallel dazu wird in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung ein mehrteiliger Zertifikationskurs für den Einsatz von iPads im Englischunterricht entwickelt, durchgeführt und evaluiert.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Qualitätsoffensive geförderter Projekt „Lehr-Lern-Forschungslabor – Ort der zukunftsorientierten Kooperation in der Lehramtsausbildung“ neben einer intensiven Theorie-Praxis-Verbindung mit einem Schwerpunkt auf Entwicklung und Erprobung kognitiv aktivierender Aufgaben – den Ort für eine systematische Reflexion (u.a. mittels Unterrichtsbeobachtung) zu den in der universitären Lehramtsausbildung erworbenen Kompetenzen. Sie berücksichtigen dabei die aktuelle Bildungsforschung und fördern damit die Gleichzeitigkeit von Berufs- und Forschungsorientierung. Die LLF sollen – in der Kombination aus schulischen und außerschulischen Lernorten – strukturell die inhaltliche Zusammenarbeit der an der Lehramtsausbildung beteiligten Akteure als professionelle Lerngemeinschaften fördern und unterstützen. In einer ersten Projektphase werden die LLF Lehrveranstaltungen der Lehramtsausbildung in den Fächern Physik, Englisch und Geschichte umfassen, perspektivisch wird das Modell auf weitere Fächer ausgeweitet. Die Bildungswissenschaften haben kein eigenes LLF, sondern nehmen eine zentrale Rolle bei der Konzeption und Vermittlung von gemeinsamen übergreifenden Elementen und Inhalten der LLF insbesondere zur Qualität von Unterricht und der allgemeinen Didaktik ein. Sie sind somit unmittelbar an allen LLF beteiligt.

Projektzeitplan:
01. Januar 2016 – 31. März 2016:
Einrichtung der LLF, Konkretion der Kooperation.

  1. April 2016 – 30. September 2016:
    Konzeption der Lehrveranstaltungen, Entwicklung des Evaluationsdesigns, Mediale Schulungen, Fortbildungen, Entwicklung von Themen zur wissenschaftlichen Weiterqualifizierung.
  2. Oktober 2016 – 31. März 2018:
    Durchführung der Lehrveranstaltungen (Seminarveranstaltungen, Exkursionen), Regelmäßige Pflege der Plattform, Begleitende formative Evaluation, Methodenworkshops für den wissenschaftlichen Nachwuchs, Durchführung interdisziplinärer Forschungskolloquien.
  3. April 2018 – 30. Juni 2019:
    Weiterführung der Lehrveranstaltungen, Regelmäßige Pflege der Plattform, Begleitende formative Evaluation, Dissemination der Projektergebnisse, Abschließende Tagung.

 

Bereits zum 2. Mal fand am 29.Oktober 2016 die Veranstaltung zum Thema "Language Learning Futures: Einsatzmöglichkeiten des iPads im differenzierten Englischunterricht"

 

Ziel der Veranstaltung ist es, Studierenden und Lehrkräften die Chancen eines didaktisch sinnvollen Einsatzes digitaler Medien (hier am Beispiel von iPads und iBooks Author) im Englischunterricht aufzuzeigen und die Teilnehmenden zu befähigen, die Inhalte der Veranstaltungen im eigenen Unterricht umzusetzen. Lerngruppen werden immer heterogener und häufig reicht das traditionelle Lehrwerk in Buchform nicht aus, um den vielfältigen Bedürfnissen der Lernenden gerecht zu werden. Digitale Medien und ihr Einsatz im Fremdsprachenunterricht bieten geeignete Möglichkeiten, diese Bedürfnisse in einem differenzierten und individualisierten Fremdsprachenunterricht zu bedienen.

Die Veranstaltung wurde von der Allgemeinen Zeitung Mainz sowie dem Deutschlandfunk dokumentiert und begleitet.

 


 

Graduiertenkolleg "Integrierte Unterrichtsforschung in Fachdidaktik und Bildungswissenschaften"

Im interdisziplinären Kolleg zum Thema "Integrierte Unterrichtsforschung in Fachdidaktik und Bildungswissenschaften" kooperiert die Fachdidaktik Englisch mit dem Psychologischen Institut und den Fachdidaktiken der Biologie und der romanischen Sprachen. Zielgruppe für das Graduiertenkolleg sind exzellente Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Master of Education oder des Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt an den Studienseminaren. (Zukünftige) Lehrerinnen und Lehrer erhalten die Möglichkeit, die eigene Profession forschungsorientiert weiterzuentwickeln und sich für eine akademische Laufbahn im Bereich der Fachdidaktik und der Lehr-Lernforschung zu qualifizieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer führen Einzelprojekte durch, in denen sie fachdidaktische Fragestellungen mit Methoden der empirischen Bildungsforschung auf hohem theoretischem und methodischem Niveau bearbeiten. Sie tragen zur evidenzbasierten Weiterentwicklung des Professionswissens von Lehrkräften bei und fördern die Verschränkung von universitärer Forschung mit der Schulpraxis.

http://www.zbh.uni-mainz.de/830.php


 

 

Teacher Training and Consultancy (tac) für das europäische Fremdsprachenzentrum in Graz (ECML) 2016-2018:

Das Projekt Pluriliteracies Teaching for Learning hat beim Abschlussworkshop im Dezember eine sehr positive Resonanz erfahren. Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach bedarfsorientierten Fortbildungsangeboten in den jeweiligen nationalen Kontexten und macht unser Projekt damit zu einem der erfolgreichsten Projekte in der Geschichte der ECML.

In der ersten Runde haben sich acht Mitgliedsländer der ECML um ein tac-training beworben. Zudem haben die Projektmitglieder Einladungen zu Workshops und Plenarvorträgen aus Finnland, Spanien, Polen, der Slowakei, Bosnien, Niederlanden, Schweiz, Italien und Österreich erhalten.

Im Rahmen des geplanten Projektes @CLILIndia wird die Fachdidaktik der JGU Mainz als associate partner beim Aufbau eines pluriliteracies-basierten bilingualen Unterrichts in Indien mitwirken und Erkenntnisse und Konzepte, Materialien und Methoden, die im Rahmen des ECML-Projektes entwickelt wurden, in die Lehrerfort- und Weiterbildung mit einfließen lassen.


 

ECML 2013–2015: Literacies through Content and Language Integrated Learning: Effective Learning Across Subjects and Languages

Project Working Languages: English and German

Project Team: Oliver Meyer, Do Coyle, Ana Halbach, Kevin Schuck & Teresa Ting

Graz Group Members:

Helmut Vollmer, Gerrit-Jan Koopman, Irina Hawker, David Lasagabaster, Ana Halbach, Do Coyle, Roy Lyster, Oliver Meyer; front row: Teresa Ting, Christiane Dalton-Puffer, Rachel Whittaker, Ana Llinares, Kevin Schuck

Website: http://www.ecml.at/F7/tabid/969/Default.aspx

Oliver Meyer, Do Coyle, Ana Halbach, Kevin Schuck & Teresa Ting (2015) A pluriliteracies approach to content and language integrated learning – mapping learner progressions in knowledge construction and meaning-making, Language, Culture and Curriculum, 28:1, 41-57, DOI: 10.1080/07908318.2014.1000924

Abstract:

Over the past decades content and language integrated learning (CLIL) research has predominantly focused on the language proficiency of CLIL learners. The results are very promising and show that working language skills in learners, especially reading and listening skills, can be improved through a CLIL programme. Studies focusing on subject learners are still few but they indicate that learners maintain or under certain conditions can improve their subject learning when compared to learners learning in L1. However, more recent studies have raised challenging questions concerning academic language competence which indicate that CLIL instruction may not be reaching its full potential. Unravelling the integrated approach and the inherent interrelationship of using language for progressing knowledge construction and meaning-making needs to be addressed, drawing together linguistic and pedagogic theoretical underpinnings. This article posits that CLIL can pragmatically address the growing educational malaise of functional illiteracy. We reason that progression along the knowledge pathway towards deeper subject understanding requires a greater command of secondary discourse, and mastery of subject-specific literacies. In traditional classrooms, content teachers do not usually focus on the quality of learners’ disciplinary literacy and discourse. In language classrooms, subject-specific literacies are considered irrelevant. We suggest that if ‘literacy’ were at the centre of the learning agenda, regardless of subject disciplines, a fundamental shift towards deeper learning would occur. Therefore, the article addresses two fundamental issues: (i) the role of subject-specific or disciplinary literacies in CLIL and (ii) the iteration of a model building on the existing 4Cs framework, which maps literacy and language progression in CLIL contexts and serves as a guide for evolving classroom practices.


 

Kooperation Goetheinstitut Krakau

In Zusammenarbeit mit dem Goetheinstitut in Krakau berät und unterstützt die Englischdidaktik an der JGU Mainz polnische Lehrkräfte beim Aufbau eines bilingualen Programmes in deutscher Sprache.

Die polnischen Lehrkräfte werden im Rahmen dieser Zusammenarbeit Unterrichtsmaterialien entwickeln, die von Dozenten und Studierenden der JGU evaluiert werden. Durch diese innovative Form der Zusammenarbeit erhalten Studenten wichtige Einblicke in den Unterrichtsalltag und erhalten gleichzeitig Gelegenheit zur kritischen Reflexion des eigenen Handelns und erfahren zudem, wie sich Theorie und Praxis im Rahmen des Lehramtsausbildung zielführend und kontextbezogen miteinander verknüpfen lassen.

 


 

Fremdsprachentag - Jahrestagung der Sprachenverbände E&M und DSV im GMF in Kooperation mit dem Department of English and Linguistics der Johannes Gutenberg-Universität Mainz am 8. Oktober 2015